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Evelyne Saxer mit Harley

Vor fast einem Jahr, am Dienstag, 28.02.2017 holten wir in unglaublich froher Erwartung unseren Harley aus der Zuchtstelle in Känerkinden. Der Abschied war sehr ergreifend, rissen wir ihn, das kleine Hundeknäuel, doch aus seiner gewohnten, sicheren Umgebung heraus. Heraus aus seiner Familie, in eine für ihn ungewisse Zukunft.

Auf der langen Fahrt ins Wallis lag er ganz still in seinem Kuschelsack - von Monika liebevoll genäht. Harley hat sich aber nicht einfach in sein Schicksal ergeben, mitnichten! Er wollte dann schon wissen, für was er seine Familie, sein Paradied verlassen musste. Aber dies bemerkten wir erst später.

Als wir schliesslich in unserer Bauernhofküche ankamen schaute Harley neugierig, jedoch abwartend umher. Ich setzte ihn auf den Boden und sofort wurde er von unserer damals 14-jährigen Hauskatze Annarösli begrüsst. Uns standen die Mäuler offen, denn Xaludimka, unser inzwischen 2 1/2-jähriger Löwchenrüde brauchte dafür 1 1/2 Jahre. Annarösli mag Besuch, jedoch unter keinen Umständen Hunde. Sie findet die doof. Aber bei Harley war sie geradezu entzückt. Sie maunzelte und leckte ihm das Köpfchen ab. Harley findet sie nett. Auch der 13-jährige Kater Samisi hat Harley im Sturm erobert. Samisi stellt sich einfach hin und lässt sich bewundern, denn er ist schliesslcih der Schönste im Wallis. Harley hat das sofort erkannt.

Einen Tag bevor Harley zu uns kam, musste ich meine 14-jährige Berdercolliehündin einschläfern lassen. Sie hatte wohl eine "Streifung", hatte Mühe die Hinterbeine zu bewegen und konnte das Wasser nicht mehr immer behalten.

Trotzdem hofften wir, dass die drei Hunde noch eine gemeinsame Zeit miteinander verbringen konnten. Xaludimka liebte Sassi sehr und er hat viel von ihr gelernt. Sassi arbeitet mit mir zusammen mit den Schafen. Auch in ihrem hohen Alter wollte sie immer nah dabei sein. Nun, es kam anders.

Einen Monat später...Harley machte gute Entwicklungsschritte und orientierte sich an Xaludimka, dieser wiederum gab sich sehr viel Mühe und liess dem Kleinen alles durchgehen und ich war damit beschäftigt, mich zu fragen ob ich Grenzen setzen sollte... dann machte Xaludimka schlapp! Er frass nicht mehr und war dann dehydriert. Um 5.30 befanden wir uns dann alle in der Tierarztpraxis. Ich denke Harley hat voll mitbekommen was bei uns los war.

Wir haben verdrängt, um Sassi zu trauern! Harley war mir gegenüber eher reserviert. Er wollte auch nicht so gerne von mir in den Arm genommen werden. Von Anfang an war das so. Harley versuchte auch nicht allzu sehr aufzufallen und hat sich oft mit sich selbt beschäftigt. Xaludimka war Zweithund gewesen und von einem Tag auf den anderen musste er die Führungsrolle übernehmen und knickte ein. In dieser Zeit hatte ich auch das Gefühl den Zugang zu Harley nicht richtig zu finden. Ich konnte ihn auf den Arm nehmen und schon wollte er wieder runter.

Harley holte sich die Streicheleinheiten von wo anders. Bei meiner 88-jährigen Mutter, welche nebenan wohnt. Als Harley sie zum ersten Mal gesehen hat, beobachtete ich seine Augen und seinen Gesichtsausdruck: da ging die Sonne auf! Harley liess sich von mir die Treppe zu ihrem Haus hinuntertragen und dann sprang er einfach in ihre Arme. Die Liebe der beiden ist bis heute ungebrochen.

Harley ist ein einmaliger Hund, er hat sich seine Menschen, seine Umgebung in seinem ersten Lebensjahr ganz langsam, zurückhaltend, trotzdem fordernd und unmissverständlich erobert. Harley ist sehr eigenständig, nicht so arglos und zu allen freundlich und offen wie Xaludimka. Er findet so manchen Zwei- oder Vierbeiner nicht einfach von vornherein toll. Die müssen schon was bieten, bevor dann Harley ja zu denen sagt.. und zu mir! Als ich die Trauer um Sassi zulassen konnte, kam Harley. Er zeigte mir, dass er kuscheln wollte. Beim Frühstück will er auf den Schoss und gibt mir Küsschen. Er fordert sein Mittagsschläfchen, bei mir auf dem Sofa und nachts kommt er unter die Decke in meinem Bett und will gestreichelt werden bis er einschläft.

In diesem Jahr gab es doch die eine oder andere Frage, manchmal war ich auch unsicher, ob ich alles richtig mache und immer durfte ich mich an die Zuchtstelle wenden. Monika hat mich immer gut und kompetent beraten können. Ich sehe auch wie wichtig die ersten 10 Wochen sind, welchen Start die Welpen ins Leben kriegen, der später, da bin ich überzeugt, auch zur Bildung ihres Charakters beitragen.

Was in ihrer Zucht geboten wird übertraf unsere kühnsten Erwartungen. Mit so viel Liebe und Hingabe widmen sie sich ihrer Tiere. Mit so viel Sorgfalt bereiten sie die Zukunft ihrer Welpen vor.. und bei ihnen darf ein Hund Hund bleiben!

Ich verneige mich vor der Havaneserzucht Pocoloco Stars!

Wir haben uns aus Überzeugung zu einem zweiten Havi aus der Zucht der Familie Fink entschlossen und sind auf der Warteliste für den Herbst 2018.

Evelyne Saxer

Info

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Der einzige Tag an welchem du bereuen wirst, dass du dir einen Hund angeschafft hast, ist der Tag, an dem er von dir gehen muss.


 

Die Welpen von Baia sind am 29.12.2017 auf dieser Welt angekommen.

 

 



Unsere Welpenfilmli

Videos 2016/2017

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